Kindliche Entwicklung bis zur Pubertät
Termin buchen
Myriam Schindler-Bergmann
Myriam Schindler-Bergmann
DPO, MSc Paed Ost
Osteopathin für Säuglinge,
Kinder und Erwachsene
Yogalehrerin
Physiotherapeutin

Kindliche Entwicklung bis zur Pubertät Mein Kind wird zum pubertierenden Teenager

Die kindliche Entwicklung bis zur Pubertät kann ein ständiges auf und ab sein. Die osteopathische Begleitung unterstützt Kleinkinder bis hin zur Pubertät ganzheitlich und sanft in ihrer körperlichen, motorischen sowie emotionalen Entwicklung.

Als komplementärmedizinische Form der manuellen Therapie betrachtet die Osteopathie den wachsenden Organismus stets in seiner Gesamtheit. Sie zielt darauf ab, Gewebespannungen zu regulieren, somatische Dysfunktionen zu lösen und die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Da sich der Körper im Wachstum in stetiger Veränderung befindet, kann eine osteopathische Mitbetreuung sowohl als primäre Maßnahme als auch begleitend zu schulmedizinischen Behandlungen einen wertvollen Beitrag leisten.

1. Bewegungsapparat, Statik & Haltung

Haltungsschwäche (z. B. Skoliose): Unterstützung der funktionellen Wirbelsäulenaufrichtung und Ausgleich asymmetrischer Gewebespannungen während der Wachstumsschübe.

Hüftdysplasie: Sanfte, komplementäre Entlastung der Gelenkkapsel zur Unterstützung der anatomischen Ausrichtung parallel zur kinderorthopädischen Standardtherapie.

Rückenschmerzen & Hexenschuss: Schnelle Mobilisation bei akuten Blockaden oder Überlastungen im Schulalltag (z. B. durch schwere Schultaschen).

Gelenksschmerzen (z. B. Schulterschmerzen): Lokale Entlastung und strukturelle Balance betroffener Gelenkstrukturen.

Bewegungseinschränkungen: Wiederherstellung der physiologischen Gewebemobilität zur Vermeidung von Schonhaltungen.

Verstauchungen & Verletzungen: Gewebespezifische Nachsorge nach Sport- oder Alltagsunfällen zur Unterstützung des physiologischen Heilungsprozesses.

Mitbegleitung bei rheumatischen Beschwerden: Sanfte, schmerzlindernde Mobilisation zur Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit in symptomfreien Phasen.

2. Nervensystem, psychische Balance & Entwicklung

Entwicklungsverzögerungen: Förderung der sensomotorischen Integration durch die Aktivierung und Regulation des zentralen Nervensystems.

Hyperaktivität & Nervosität: Beruhigung des vegetativen Nervensystems, insbesondere bei dauerhaft erhöhtem Sympathikustonus.

Lern- & Konzentrationsstörungen: Abbau von intrakraniellen Gewebespannungen (Cranio-sacrale- Osteopathie) zur Verbesserung der zerebralen Durchblutung und Fokussierung.

Mitbegleitung bei Ängsten und Schlafstörungen: Unterstützung der Schlafregulation durch sanfte viszerale und cranio-sacrale Entspannungstechniken.

Stimmungsschwankungen: Ausgleich hormoneller und neurologischer Dysbalancen, vor allem in der hormonell sensiblen Phase der Pubertät.

Mitbegleitung von Depressionen und Burn-out: Körpertherapeutische Unterstützung zur Regulation des Stresspegels, ausschließlich als Ergänzung zu einer fachärztlichen oder psychotherapeutischen Behandlung.

3. Neurologie & komplexe klinische Bilder

Kopfschmerzen und Migräne: Lösen myofaszialer Triggerpunkte und myofaszialer Züge im Bereich der oberen Halswirbelsäule und der Schädelbasis.

Schleudertrauma: Traumatherapeutische Gewebebehandlung zur Minderung von Spätfolgen nach Stürzen oder Unfällen.

Schwindel: Manuelle Überprüfung und Entlastung von Funktionsstörungen im Bereich des Atlaswirbels oder des Kiefergelenks.

Mitbetreuung von Down-Syndrom: Langzeitbegleitung zur sanften Regulation des Muskeltonus und zur Unterstützung der ganzheitlichen motorischen Entwicklung.

Mitbetreuung von Epilepsien und Einblutungen im Hirnbereich: Äußerst behutsame, cranio-sacrale Gewebeentlastung zur Optimierung des Liquorflusses, streng im interdisziplinären Austausch mit der behandelnden Pädiatrie.

4. Kiefer-, Gesichts- & HNO-Bereich

Mitbegleitung bei Bissregulierung: Ausgleich von Knochen- und Gewebespannungen im Schädelbereich, die durch den mechanischen Druck von kieferorthopädischen Apparaturen (Zahnspangen) entstehen können.

Kieferprobleme: Entlastung der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur, unter anderem bei nächtlichem Zähneknirschen (Bruxismus).

5. Innere Organe, Atmung & Immunsystem

Funktionelle Magenschmerzen: Viszeral therapeutische Techniken am Bauchraum zur sanften Lösung funktioneller Verkrampfungen.

Reflux, Verdauungsstörungen, Koliken: Sanfte Entlastung des Zwerchfells sowie Regulierung der enteralen Motilität.

Lungenbeschwerden (z. B. Kurzatmigkeit / Schmerzen hinter dem Brustbein): Verbesserung der Thoraxmobilität und Unterstützung der Atemmechanik.

Mitbegleitung bei Allergien oder Neurodermitis: Aktivierung des lymphatischen Systems zur Stärkung der körpereigenen Abwehr und Entlastung der Ausscheidungsorgane.

6. Chirurgie & gynäkologische Aspekte im Jugendalter

Narben und Verwachsungen nach chirurgischen Eingriffen: Lokale Gewebemobilisation zur Wiederherstellung der faszialen Gleitfähigkeit und Vermeidung von Zugwirkungen auf umliegende Strukturen.

Menstruationsbeschwerden: Krampflösende viszerale und sakrale Techniken zur Linderung von primären Regelschmerzen bei Jugendlichen.

Mein Ansatz

Jede Behandlung ist individuell auf deine Bedürfnisse und deine aktuelle Situation zugeschnitten. In einer angenehmen Atmosphäre arbeiten wir daran, dein System wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

„Lass uns zusammen schauen, was Dir jetzt guttut. Ich freue mich auf Dich!“ Eure Myriam

Wissenschaftliche Quellen & Verzeichnis

[1] Caldwell, D. P. et al. (2021) / Posadzki, P. et al. (2013): Osteopathic Manipulative Treatment for Pediatric Conditions: A Systematic Review. Pediatrics (American Academy of Pediatrics). Systematisches Review zur Sicherheit und Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen im Kindesalter.

[2] Haller, H. et al. (2022): Wirksamkeit und Sicherheit der osteopathischen Behandlung bei pädiatrischen Beschwerden: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse. Osteopathische Medizin / ScienceDirect. Bislang größte Metaanalyse mit Auswertung von 47 randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) zu pädiatrischen Indikationen.

[3] Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ): Stellungnahme zur Osteopathie bei Kindern. Wissenschaftliche Einordnung und differenzierte Diskussion zur Evidenzlage in der pädiatrischen Manuellen Medizin.

[4] Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung (2023): Wirksamkeit und Sicherheit osteopathischer Behandlungen. Evidenzbericht zur systematischen Erfassung klinischer Reviews im Bereich der pädiatrischen Versorgung.

[5] Feely, R. A., Kapraun, H. E. (2017): Progressive Infantile Scoliosis Managed with Osteopathic Manipulative Treatment. The Journal of the American Osteopathic Association. Klinische Fallbetrachtung zu strukturellen Wachstumsasymmetrien.